GEOMÜNSTER 2019

22–25 September 2019 | Münster | Germany

Past, Present, Future

Field Trips

 

Please note: Your field trip booking shall only be valid if both your conference and your excursion fee have been paid into the conference account in full.

If you are interested in taking part in a field trip that already is fully booked, please contact the conference secretary in order to get on the waiting list.

In case that you have to cancel your participation in a field trip, please let the conference secretary know at the soonest. There may be other conference delegates on the waiting list for this field trip.

If we have to cancel a field trip because there are too few participants, we will inform you per e-mail ASAP, and the excursion fee will be refunded fully. Reimbursements etc. will be handled on site in Münster at the registration desk in cash. However, please note that no reimbursement can be given for cancellations later than Wednesday, 16 May 2019, because at this time, we already have booked the busses, etc.

 

22.09.2019

1. Kreide des Münsterlandes: „Die Oberkreide der Osning-Scherzone – Stratigraphie – Beckenentwicklung – Tektonik“

 

Max. 15–20 participants

Excursion guides: U. Kaplan, M. Dölling and G. Drozdzewski

 

Die Exkursion führt an den Nordrand des Münsterländer-Kreidebeckens. In den ausgewählten Aufschlüssen (Wettringen, Rheine, Lengerich, Borgholzhausen, Halle) werden die cenoman- und turonzeitlichen Kreideprofile unter stratigraphischen und tektonischen Gesichtspunkten vorgestellt sowie die dynamische Beckenentwicklung aufgezeigt.  Während die Schichtenfolge des Cenomaniums noch unter tektonisch weitgehend ruhigen Bedingungen entstand, setzen ab der Cenomanium/Turonium-Grenze im Nordwesten - im Raum Wettringen - synsedimentäre tektonische Aktivitäten ein, die zu Sedimentumlagerungen führten. Diese setzen sich sukzessive nach Südosten wandernd in das Unter- und Mittelconiacium in den Raum Halle fort. Damit einhergehend kam es im Raum Rheine im Unter- und Mittelturonium zur Bildung von Flachwasser-Ablagerungen, während im Raum Lengerich – Halle ein beckenwärtiger Sedimentationsraum entstand. Die Beckenentwicklung steht dabei im Kontext der Entwicklung der komplexen tektonischen Strukturen der Osning-Scherzone als Grenze von Münsterland-Becken und Niedersachsen-Becken.

 

Überschiebungsstruktur im Grenzbereich Cenomanium – Turonium im Steinbruch Dyckerhoff (Lengerich/Westf.)

 

 

22.09.2019

2. Quellen der Baumberge, Hydrogeologie

 

Excursion guides: P. Göbel (in Kooperation mit der FH-DGGV)

 

 

26.-28.09.2019

3. Geologie der Ardennen – 3-Tägige Exkursion in die Ardennen (Belgien-Nordfrankreich)

 

Max. 14 participants

Excursion guide: H. Kerp

 

Incl.: 2 Übernachtungen in Dinant

 

Die Ardennen sind eine klassische Region für die Geologie des Paläozoikums. Diskordant auf den alten, kaledonisch gefalteten Kambrosilurischen Massiven von Brabant, Stavelot und Rocroi und zum Teil abgedeckt durch jüngere kretazische und paläogene Sedimente liegt dort die westliche Fortsetzung des Rheinischen Schiefergebirges. In den Ardennen findet man eine komplette Abfolge vom Lochkovium (unteres Devon) bis ins Westfal (Oberkarbon). Mehrere stratigraphische Einheiten wurden hier erstmalig beschrieben bzw. definiert, u.a. das Givetium, das Frasnium, das Famennium, das Tournaisium, das Viseum, das Namurium und das Karbon. Die Maas läuft mehr oder weniger senkrecht zur Streichrichtung und schneidet sich tief ein, wodurch an den beiden Seiten des Flusses ein mehrere Zehner Kilometer langes Profil mit einer variszisch gefalteten Abfolge nahezu lückenlos aufgeschlossen ist. Berühmt sind die äußerst fossilreichen Riffe des Mittel- und Oberdevons. Belgien ist auch bekannt wegen der großen Diversität an Bieren und einer sehr langen Brautradition. Einige der Klosterbrauereien gehen bis ins 11. Jahrhundert zurück.

 

 

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